Wer einen Obstbaum pflanzen möchte, sollte nicht nur auf die Sorte achten. Standort, Boden und ein sorgfältiger Start entscheiden mit darüber, wie gut der Baum anwächst. Solange der Boden offen und nicht vernässt oder gefroren ist, kann der Herbst für viele Gehölze eine geeignete Pflanzzeit sein.
Den richtigen Platz auswählen
Prüfe die zu erwartende Wuchshöhe und Kronenbreite. Ein Baum braucht ausreichend Abstand zu Gebäuden, Wegen und anderen Gehölzen. Viele Obstsorten entwickeln sich an sonnigen, luftigen Standorten gut. Vermeide Senken, in denen sich Wasser sammelt.
Pflanzloch vorbereiten
Das Loch sollte deutlich breiter als der Wurzelbereich sein, aber nicht unnötig tief. Lockere die Seitenwände, damit Wurzeln leichter in den umgebenden Boden wachsen können. Verwende beim Verfüllen überwiegend den Aushub. Frischer Mist oder stark konzentrierter Dünger gehört nicht direkt an die Wurzeln.
Wurzeln und Veredelungsstelle
Wurzeln dürfen vor dem Pflanzen nicht austrocknen. Spreize sie im Pflanzloch natürlich aus und schneide beschädigte Enden bei wurzelnackten Bäumen mit sauberem Werkzeug zurück. Die Veredelungsstelle muss oberhalb der Erdoberfläche bleiben. Richte den Baum gerade aus und verfülle das Loch schrittweise.
Angießen und stabilisieren
Gieße gründlich an, damit Erde Kontakt zu den Wurzeln bekommt. An windigen Standorten kann ein Pfahl den jungen Baum stabilisieren. Verwende ein breites, baumschonendes Band und kontrolliere regelmäßig, dass es nicht einschneidet.
Pflege nach der Pflanzung
Auch im Herbst kann es trocken sein. Prüfe die Bodenfeuchte und wässere bei Bedarf, solange der Boden nicht gefroren ist. Eine lockere Mulchschicht hilft, Feuchtigkeit zu halten; lasse rund um den Stamm etwas Abstand. Schütze junge Stämme bei Bedarf vor Wildverbiss.
Fazit
Ein passender Standort, ein breites Pflanzloch und guter Wurzelkontakt sind wichtiger als viel Dünger. Gib dem jungen Obstbaum einen guten Start und kontrolliere ihn in den ersten Monaten regelmäßig.